Prometheus

Prometheus

Wenn das Leben zu kalt ist, muss man sich das Feuer eben selbst nehmen…

Als andere Kinder dem Spielen fröhnten,
Saß ich nur am Ofen, und lauschte dem Dröhnen,
Die wallende Glut und das ewige Knistern,
Waren mein Lichtblick, im Leben so finster.

Stahlgrauer Rauch, und Nachtschwarze Kohlen,
Haben mir seither das Herz gestohlen,
Und wie ich nun aufwuchs, fand ich zu Stärke,
brenne seitdem nur für meine Kunstwerke.

Schütte die Scheite in meinen Kamin,
Lasse den Rauch durch die Lüfte ziehn,
Das Feuer, es atmet, verschlingt mit mir Luft,
Zwei warme Gestalten in kalter Gruft.

Dunkelbraun brutzelt das Hack in der Pfanne,
Und ist erst der letzte Rest Farbe von dannen,
Verschling ich die Schöpfung, trocken und bitter,
Während die Wände vom Rauchmelder zittern.

Benzintropfen glitzern wie tausende Perlen,
Wenn ich sie nachts an die Häuserwand werfe,
Vom Duft berauscht zieh ich ein Streichholz hervor,
Vernehme das Zischen, die Schreie im Ohr.

Laufe hinein in die sengenden Flammen,
Umarme die Leute, wir sterben zusammen,
Vermische die Farben zu einem Gemälde,
Und fahre zum Himmel, in säuselnden Schwelen.

Wenn ich ehrlich sein will, bin ich mittlerweile schon wieder daran, dieses Stück zu überarbeiten. Ein paar Zeilen und Wortwahlen sind ganz gut, keine Frage, aber es wirkt noch ein wenig… seelenlos. Ich meine, man versteht sofort, worum es geht. Das ist nicht das Problem. Aber es könnte noch abstrakter geschrieben sein, schließlich ist die Metapher im Titel schon eindeutig genug, und eigentlich sind die Reime zum Teil auch ziemlich billig. Also warum poste ich es hier?

Ganz einfach: Es passt in meinen aktuellen persönlichen Rahmen. Es ist gut genug, um es anderen zu zeigen, aber nicht so gut, dass ich mir Sorgen machen muss, es von irgendwem geklaut zu kriegen. Nein, die wirklichen Juwelen halte ich versteckt, bis ich irgendetwas Richtiges auf die Beine stellen kann, das war schon damals so, in den ersten Anfängen meines Instagram-Accounts, und es wird auf unbestimmte Zeit auch so bleiben. Außerdem wollte ich es ja eh überarbeiten. Und vielleicht entspricht die neue Version dann vollends meinen Ansprüchen.

Aber schreib mir doch gerne einen Kommentar, was du von den eben gelesenen Zeilen hältst. oder meiner Veröffentlichungspolitik. Ich brenne förmlich darauf, von dir zu hören.

Gezeichnet,

Kamtschattka